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Spitzfindling

Im Land der fliegenden Steine – Der Spitzfindling von Zernikow (Teil 9)

In der Sonderausgabe der Ruppiner Heimatblätter zu den Naturdenkmalen, herausgegeben in den 30iger Jahren, finden sich zu den drei großen Findlingen am Zernikower Junkerbusch nur wenige

Angaben. Das mag damit zusammenhängen, dass zu keinem der drei Steine eine Sage beschrieben oder bekannt ist. „Drei Findlinge etwa gleicher Größe liegen ferner heute noch auf der Zernikower Feldmark in der Nähe des Junkerbusches, einem Streifen Buchwald, der die auf der Südseite des Polzowkanals liegenden Wiesen von der Menzer Grenze bis etwa hin zur Zernikower Mühle begleitet“, so die Beschreibung in den Heimatheften. Da der heute noch existierende Große Stein am Buchenremel extra beschrieben wurde, bedeutet dies, dass alle drei Findlinge am Junkerbusch verschwunden sind. Dabei handelt es sich neben einem namenlosen Stein um den Dreiecksstein und den Spitzfindling. Von allen drei Steinen gibt es historische Fotos. Die genaue ehemalige Lage der Steine lässt sich aber nicht rekonstruieren. In der vom damaligen Naturschutzbeauftragten des Kreises Gransee, dem Revierförster Böttcher, im August 1986 erstellten Auflistung der Naturdenkmale des Landkreises findet sich immerhin noch der Dreieckstein als unerschlossener Findling auf dem Acker liegend im Bestand. Der Dreieckstein wurde bereits in den 30iger Jahren als Naturdenkmal unter Schutz gestellt und im Zuge der Umsetzung des Landeskulturgesetzes der DDR 1954 in die Naturdenkmalliste übernommen. Am 29. Januar 1975 wurde diese Unterschutzstellung per Ratsbeschluss des Kreistages bestätigt. Über den Verbleib der beiden anderen Steine wurden keine Angaben gemacht. Bei Nachforschungen der GRÜNEN LIGA im Herbst letzten Jahres wurden nur unweit der vermuteten Lage des Dreiecksteins am Waldrand des Junkerbusches 17 große Reststücke eines gesprengten Findlings, bei denen es sich um den Zernikow-DreiecksteinDreiecksstein handeln muss, gefunden. Deutlich sind noch die Sprenglöcher an den Steinkanten zu erkennen. Die größten Teilstücke haben noch ein Größe von über einem Kubikmeter und lassen erkennen, welch gigantischer Findling der Dreieckstein einst gewesen sein muss. Die GRÜNE LIGA wird die Wiederaufnahme der Findlingsgruppe im Junkerbusch in die Liste der Naturdenkmale des Landkreises Oberhavel beantragen. Offiziell wurde der Eintrag nie gelöscht, nur der Lageort hat sich geändert. Der genaue Zeitpunkt und der Grund der Zerstörung sind unbekannt. Wer nähere Informationen zum Verbleib der beiden restlichen Steine oder zur Zerstörung des Dreieckssteins machen kann, wird gebeten dies der GRÜNEN LIGA unter 03306-27688 mitzuteilen. Möge uns die Geschichte des Dreiecksteins dazu veranlassen, alles für den Schutz der letzten uns verbliebenen Zeugen der Eiszeit zu tun.

Norbert Wilke
GRÜNE LIGA Oberhavel e.V.

 

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